Was tun bei Konflikten mit der Gastfamilie?

Konflikte mit einer Gastfamilie in England

Im Rahmen eines Auslandsaufenthaltes die gewohnte Umgebung zu verlassen und sich in einem völlig fremden Umfeld zurecht zu finden, kann Jugendlichen viel abverlangen.

Sowohl die AustauschschülerInnen als auch die einzelnen Mitglieder der Gastfamilie haben in der Vergangenheit bereits unterschiedliche Erfahrungen gesammelt, die den Umgang untereinander beeinflussen. Dass die AustauschschülerInnen nicht in der Gastfamilie aufgewachsen sind, kann daher zu gelegentlichen Konflikten führen.

Konflikte schweiβen zusammen

Überall dort, wo unterschiedliche Menschen aufeinander treffen, finden sich auch unterschiedliche, manchmal sogar gegensätzliche Meinungen. Gelegentliche Konflikte sind also unvermeidbar, wenn verschiedene Menschen miteinander leben und interagieren.

Unter Umständen können Diskussionen sogar bereichernd sein. Wer miteinander kommuniziert und sich von Zeit zu Zeit auch auf Kontroversen einlässt, kann verhärtete Positionen lockern und das Zusammenleben gemeinsam konstruktiv gestalten.

Konflikte vermeiden

Konfliktpotenzial ergibt sich nicht zuletzt durch das Zusammenleben von Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen.

Häufig sind AustauschschülerInnen gut damit beraten, in den ersten Tagen und Wochen nach ihrer Ankunft zunächst einmal genau die Gewohnheiten und Routinen ihrer Gastfamilie zu beobachten; wer aufmerksam ist, erkennt schnell Muster, mögen sie kultureller oder individueller Natur sein, und kann sich gegebenenfalls an diese anpassen, um Konflikten vorzubeugen.

Nährboden aufkeimender Konflikte kann auβerdem die Sprachbarriere sein. Insbesondere kritische oder ironische Untertöne sind häufig schwierig zu entschlüsseln, selbst wenn die AustauschschülerInnen die englische Sprache bereits sicher beherrschen.

Im Zweifelsfall gilt es, lieber einmal mehr nachzufragen, um die Aussage des Gegenübers korrekt einordnen zu können und Missverständnisse zu vermeiden.

Gerade in der ersten Zeit konfrontieren einige Gasteltern die AustauschschülerInnen mit rigiden Hausregeln. Wer zunächst einmal sämtliche Vorgaben widerstandslos hinnimmt, gibt den Gasteltern das Gefühl, ihre Autorität anzuerkennen und erreicht damit langfristig unter Umständen gröβere Freiheiten, als durch vorschnelle Rebellion.

Konflikte bewältigen

Natürlich lassen sich nicht alle Konflikte vermeiden. Wichtiger Bestandteil des Konfliktmanagements im Ausland sind daher auch konstruktive Strategien, zur Bewältigung und Lösung von Konflikten.

Bevor AustauschschülerInnen sich impulsiv in einen Streit stürzen, sollten sie sich immer erst einmal fragen, ob ihnen ihr Anliegen wirklich wichtig ist. Sollten sie die Thematik schlieβlich für unumgänglich befinden, ist bei der Kritik an den Gasteltern trotzdem Vorsicht geboten.

Insbesondere in konservativen Familien ist es nicht unbedingt üblich, dass Kinder ihre Eltern kritisieren oder es anmerken, wenn ihnen bestimmte Aspekte des Familienlebens missfallen.

In diesen Fällen kann es hilfreich sein, wenn die AustauschschülerInnen sich zunächst einmal bei ihren Gasteltern erkundigen, inwiefern diese zufrieden mit dem gegenwärtigen Zusammenleben und dem eigenen Verhalten sind. Häufig erkundigen sich die Gasteltern daraufhin wiederum nach dem Befinden des Austauschschülers und es besteht die Möglichkeit, den eigenen Unmut zu äuβern.

Grundsätzlich gilt, dass jeder Kritik einige positive Anmerkungen vorausgehen sollten. Wer direkt mit der Tür ins Haus fällt, erweckt schnell den Eindruck, sämtliche Bemühungen der Gastfamilie undankbar abzutun.

Im besten Falle gehen die Gasteltern ruhig und respektvoll auf die Kritik der AustauschschülerInnen ein, es folgt eine konstruktive Diskussion und vielleicht findet sich sogar schon eine Lösung für das jeweilige Problem.

Andernfalls kann es helfen, erst einmal abzuwarten, ob die entsprechenden Mitglieder der Gastfamilie sich die Anmerkungen in den folgenden Tagen zu Herzen nehmen; sollte dies nicht der Fall sein, kann und sollte man ruhig noch einmal das Gespräch suchen.

Betreuer konsultieren

Sollte die Gastfamilie ein Anliegen der AustauschschülerInnen auch nach wiederholten Gesprächen nicht ernst nehmen, kann es schlieβlich helfen, sich an den zuständigen Betreuer vor Ort zu wenden.

Jener hat Erfahrung bei der Vermittlung zwischen Gastschüler und -familie und kann entweder durch nützliche Tipps oder eine direkte Kontaktaufnahme mit der Gastfamilie zur Lösung des jeweiligen Problems beitragen.


Diese Austauschorganisationen freuen sich auf dich!


travelbee
Partnership International
Barnes Educational Services
Experiment
DFSR – Dr. Frank Sprachen & Reisen
e2 – education abroad
AEC
Samira Bohn Logo

Kataloge anfordern

Du möchtest etwas Handfestes? Bestell dir die Kataloge und Broschüren der Austauschorganisationen zu dir nach Hause – per Post oder per Mail!

Scroll to Top